Wirtschaft : Sony streicht 20000 Stellen

Konzern strukturiert sich um und verlagert Produktion nach China

-

Berlin (msh). Der Hersteller von Unterhaltungselektronik Sony will mit einer Neuorganisation des Unternehmens und dem Abbau von 20 000 Arbeitsplätzen aus der Krise kommen. Allein 7000 Stellen sollen in Japan wegfallen, sagte Sony-Chef Nobuyuki Idei. Ob auch Deutschland betroffen ist, wo das Unternehmen rund 1500 Mitarbeiter beschäftigt, sei noch unklar, sagte eine Sprecherin.

Sony hatte im Frühjahr die Finanzmärkte mit einem Gewinneinbruch geschockt. Der für seine Innovationen wie den Walkman bekannte Konzern hatte in wichtigen Bereichen den Anschluss an die Konkurrenz verloren. Um den Rückstand bei Flachbildschirmen auszugleichen, gründet Sony ein Joint Venture mit Samsung und investiert hier 1,8 Milliarden Dollar. Die Produktion von billiger Massenware soll künftig nach China verlagert und die Zahl der Zulieferer von 4700 auf 1000 reduziert werden. Die Finanzsparte wird komplett ausgegliedert. Sonys Ziel ist es, mit den Maßnahmen rund 2,7 Milliarden Euro pro Jahr zu sparen. 2007 will Sony wieder eine Rendite von zehn Prozent erwirtschaften, derzeit sind es magere 2,5 Prozent.

0 Kommentare

Neuester Kommentar