Wirtschaft : Sony verdient weniger

TOKIO (ga/HB).Japans führender Hersteller von Konsumgüterelektronik Sony Corp., Tokio, konnte in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres (April bis September) zwar seinen Umsatz um 9,8 Prozent auf 3,07 Billionen Yen (umgerechnet rund 39 Mrd.Dollar) steigern, im Konzern reduzierte sich der Gewinnausweis dennoch um 5,4 Prozent auf 90,9 Mrd.Yen.Für das gesamte Geschäftsjahr 1998/99 (31.März) wird jetzt auf Basis eines Wechselkurses von 115 Yen/pro US-Dollar ein bei 6,7 Billionen Yen (minus ein Prozent) stagnierender Umsatz und eine drastische Reduzierung des Jahresüberschusses um 23 Prozent auf lediglich noch 170 Mrd.Yen erwartet.Das teilte das Unternehmen am Mittwoch in Tokio mit.Im Juli hatte der Konzern für das laufende Geschäftsjahr auf Basis eines Wechselkurses von 135 Yen/pro Us-Dollar noch einen Umsatz von 7,1 Billionen Yen (plus fünf Prozent) und eine Gewinnminderung von nur drei Prozent auf 215 Mrd.Yen prognostiziert.

Gestützt wurde die insgesamt ungünstige Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr durch die Sparte Computerspiele.Hier stieg der Umsatz um 23 Prozent auf 314,9 Mrd.Yen und das Betriebsergebnis überproprotional um 61 Prozent auf 53,8 Mrd.Yen.Einen positiven Ertragsbeitrag leistete neben der Spielsparte auch das Filmgeschäft.Dort lag zwar der Umsatz mit 270,3 Mrd.Yen um 10 Prozent unter dem Vorjahreswert, das Unternehmen konnte aber das Betriebsergebnis um zwei Prozent auf 22,5 Mrd.Yen verbessern.

In den übrigen Geschäftssparten Konsumgüterelektronik, Musik-Software und Versicherungen war die kräftige Umsatzsteigerung demgegenüber von einer drastischen Ertragsverschlechterung begleitet: Während der Absatz von Audiotechnik um 8 Prozent, Videotechnik um 17 Prozent, Fernsehgeräten um 10 Prozent und Informations- und Kommunikationstechnik um 15 Prozent gesteigert werden konnte, ging das Betriebsergebnis in diesen Sparten massiv um 26 Prozent auf 120 Mrd.Yen zurück.Als Gründe für die ungünstige Ertragsentwicklung und -perspektive nennt Sony den verschärften Preiswettbewerb in den Marktsparten.

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