Wirtschaft : Southern denkt nicht an Ausstieg bei der Bewag

Anteile stehen nicht zum Verkauf

London/Berlin(dpa).Der US-Konzern Southern Company verfolgt bei der Berliner Bewag langfristige Interessen und denkt nicht an einen schnellen Verkauf seiner Aktien.Dies stellte der Europa-Chef des Konzerns, Barney Rush, am Dienstag in einem dpa-Gespräch klar.Wörtlich: "Wir haben keine Absicht, unsere Aktien an irgendjemand zu verkaufen." Rush widersprach damit Spekulationen, wonach Southern seine Anteile nach zwei Jahren an die Konsortialpartner Veba und Viag verkaufen könnte, weil man länger nicht rechtlich gebunden sei. Southern habe auch keine Absicht, die Rücklagen der Bewag für Dividendenzweêke anzutasten, sagte Rush.Man gehe davon aus, daß die Profitabilität der Bewag im Laufe der Zeit höhere Ausschüttungen erlauben werde.Southern werde über 800 Mill.Dollar für die Bewag-Anteile zahlen.Dies zahle sich nur über einen langen Zeitraum aus und entsprechend sehe Southern seine Verplichtung.Dem stehe nicht entgegen, daß man formell nur zwei Jahre an das Aktienpaket gebunden sei.Es entspreche der Geschäftspolitik von Southern, keine Bindungen über einen sehr langen Zeitraum einzugehen.Rush betonte, Southern fühle sich der Zukunft Berlins verpflichtet.Man habe sehr hart an der Übernahme der Bewag-Anteile gearbeitet und sehr gute Beziehungen zum Land Berlin und den Partnern entwickelt.Southern sei überzeugt, daß Berlin ein guter Ort sein werde, um Geschäfte bis weit ins nächste Jahrhundert zu tätigen.

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