Wirtschaft : Sozialpolitisches Sprachrohr

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Ursula Engelen-Kefer wurde am 20. Juni 1943 in Prag geboren. Nach Kriegsende lebte die Tochter eines Wirtschaftsprüfers erst im westfälischen Höxter, dann in Düsseldorf . Die Volkswirtin promovierte zum Thema „Umschulung in einer wachsenden Wirtschaft“. 1972 trat Engelen-Kefer in die SPD ein. Seit 1970 ist sie für den DGB tätig, vor allem in arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Funktionen. 1984 wurde Engelen-Kefer Vizepräsidentin der Bundesanstalt für Arbeit , 1990 stellvertretende DGB-Chefin . 1994, nach dem plötzlichen Tod des DGB-Vorsitzenden Heinz-Werner Meyer , wollte Engelen-Kefer an die Spitze. Doch die IG Metall setzte aus ihren Reihen Dieter Schulte durch. Im Laufe der Jahre hat sich Engelen-Kefer als sozialpolitisches Sprachrohr der Gewerkschaften profiliert. Sie ging vielen auf den Geist – Gerhard Schröder sprach von „Quengelen-Kefer“ – und hat sich doch auch wegen ihrer renitenten Art Respekt verschafft. alf

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