SOZIALSTANDARDS : Wenig Engagement

Nicht nur die Schuhe von Adidas, Nike und Co., auch die Unternehmen selbst hat die Stiftung Warentest genau unter die Lupe genommen. Und zwar im Hinblick auf ihr soziales und ökologisches Engagement (Corporate Social Responsibility).Die Unternehmen sollten Auskunft über die Arbeitsbedingungen, den Gesundheitsschutz und die Löhne bei der Herstellung ihrer Produkte geben und ihre Produktionsstätten in China und Vietnam für eine Besichtigung öffnen. Das Ergebnis ist enttäuschend. Drei Markenhersteller, die japanische Firma Asics und die US-Firmen Brooks und Nike, verweigerten jegliche Aussage. Nur Adidas und Reebok erhielten das Prädikat „Stark engagiert“. Karstadt („Alex“) zeigte sich offen für Kontrollen. Die Fertigungsstätten wiesen aber Schwachpunkte insbesondere beim Arbeitsschutz und bei der Bezahlung von Überstunden auf. Der Schuhhändler Reno erlaubte keine Besichtigung der Produktionsstätten. Deichmann und Discounter Lidl verwehrten ebenfalls den Zutritt zur Sohlenfabrik. Alle Anbieter fordern von ihren Lieferanten, Lösemittel zu reduzieren und auf schädliche Weichmacher zu verzichten. Dabei liegen erneut Adidas und Reebok vorn. Sie machen die meisten Vorgaben und Kontrollen. jmi

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