SPANIENS BANKEN IN NOT : Umstrittenes Gutachten

Grundlage für die geplante Rekapitalisierung spanischer Banken ist ein Gutachten des Beratungsunternehmens Oliver Wyman. Der durchgeführte „Stresstest“ ergab, dass sieben Geldhäuser im schlimmsten Fall 53,7 Milliarden Euro neues Kapital zum Überleben benötigen. Doch die zugrunde gelegten

Annahmen sind umstritten. So wurden lediglich elf Prozent aller ausgereichten Kredite auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Zudem setzten die Prüfer voraus, dass die Immobilienpreise und die damit verbundenen Kredite nicht mehr als 38 Prozent ihres im Boom erreichten Werts verlieren. Der

Preisverfall im ebenfalls vom Platzen der Baublase getroffenen Irland beträgt dagegen schon rund 50 Prozent. Die Ratingagentur Moody’s kalkulierte den tatsächlichen Kapitalbedarf der maroden Banken daher auf bis zu 105 Milliarden Euro. hsc

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