Wirtschaft : Spaniens Bankenwelt gerät in Bewegung

Milliardenofferte für Banesto MADRID (dpa).Spaniens Bankenwelt ist in Bewegung geraten.Die kürzlich präsentierte Milliardenofferte der Banco de Santander SA, Madrid, für die kleinere, aber ebenfalls traditionsreiche Banco Espanol de Credito SA (Banesto), Madrid, ist nach Meinung der Experten nur der Anfang eines Fusionsreigens im spanischen Finanzsektor."Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe, damit hatte keiner gerechnet.Jetzt sind die anderen Banken in Zugzwang geraten", meinte der Investmentspezialist einer Madrider Großbank.Schon der spanische Notenbankchef Luis Angel Rojo hatte vor einigen Monaten mit Blick auf den Euro einen Konzentrationsprozeß in der spanischen Bankenwelt prognostiziert.Die Banco de Santander, die bereits rund 48 Prozent an Banesto hält, bot 632 Mrd.Pesetas (rund 7,5 Mrd.DM) in Aktien für die hundertprozentige Kontrolle über das Bankhaus.Mit diesem Coup wird Banco de Santander zugleich seine Vormachtstellung auf dem spanischen Bankenmarkt weiter ausbauen.Ein willkommener Nebeneffekt war der starke Kursanstieg der Santander- und Banesto-Aktien.Am ersten Tag nach Bekanntgabe der Offerte stiegen die Santander-Titel um zehn Prozent, Banesto gar um knapp 24 Prozent.Der Marktwert der beiden Kreditinstitute erhöhte sich schlagartig um stolze 560 Mrd.Pesetas.Mit einer Bilanzsumme von 22,9 Billionen Pesetas war Santander bereits Spaniens größtes Kreditinstitut.

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