Wirtschaft : Spanische Regionen brauchen Geld Hilfe bei der Regierung in Madrid beantragt

Madrid - Wegen ihrer großen Schuldenprobleme muss nach Valencia auch die autonome Region Murcia im Südosten Spaniens Finanzhilfen in Madrid beantragen. Murcias Regierungschef kündigte am Sonntag an, dass er für seine Region Hilfen im Umfang von 200 bis 300 Millionen Euro erbitten wolle. Die zum Teil hoch verschuldeten Regionen gelten als eines der Hauptprobleme in der Krise. Investoren zweifeln, ob es der Zentralregierung in Madrid gelingt, sie zu mehr Haushaltsdisziplin zu zwingen. So erwägen nach Medienberichten weitere vier der 17 autonomen Regionen Spaniens, Hilfe aus dem vor kurzem gegründeten staatlichen, 18 Milliarden Euro schweren Rettungsfonds FLA zu beantragen.

Valencia hatte bereits am Freitag einen Hilfsantrag gestellt. Das hatte das Misstrauen der Märkte verstärkt und dazu geführt, dass die Risikoaufschläge für Staatsanleihen auf ein Rekordhoch stiegen. Die Rendite lag im Zehnjahresbereich über der Schmerzgrenze von sieben Prozent, die auf Dauer als nicht finanzierbar gilt. Spanien steckt in einer Rezession mit hoher Arbeitslosigkeit. Trotzdem will Madrid die Verschuldung mit einem Sparpaket von bis zu 65 Milliarden Euro drücken. Die Maßnahmen umfassen eine Kürzung des Arbeitslosengelds, eine Anhebung der Mehrwertsteuer sowie die Abschaffung des Weihnachtgeldes für Staatsangestellte. dpa

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