Wirtschaft : Sparbuch verliert weiter an Attraktivität

Die Deutschen legen aufgrund des Aktienbooms immer weniger Geld auf die hohe Kante und setzen dabei kaum noch auf das Sparbuch. Ende 1998 legten die Bundesbürger noch fast 30 Milliarden Mark zusätzlich zur Seite. 1999 gingen die Spareinlagen dagegen um neun Milliarden Mark auf 1,225 Billionen Mark zurück, teilte der Bundesverband deutscher Banken am Dienstag mit. In den fünf Vorjahren seien dagegen im Schnitt Zuwachsraten von fünf Prozent erzielt worden. Wegen der niedrigen Zinsen seien Spareinlagen vor allem noch wegen ihrer hohen Sicherheit und schnellen Verfügbarkeit gefragt. Die Anleger verhielten sich zunehmend zinsbewusster. Während 1990 knapp 30 Prozent der Spareinlagen in lukrative Sondersparformen flossen, war es 1994 bereits jede zweite Mark. Anfang dieses Jahres sei der Anteil der Sondersparformen auf fast 70 Prozent aller Spareinlagen gewachsen.

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