Wirtschaft : Sparda-Bank Berlin schreibt Millionen ab

Berlin - Die Sparda-Bank Berlin bekommt die Folgen der Finanzkrise zu spüren. Vor Steuern verdiente die Genossenschaftsbank im Jahr 2007 rund 12,4 Milliarden Euro – fast 40 Prozent weniger als im Vorjahr. Hauptgrund für den Einbruch waren Abschreibungen in Höhe von rund neun Millionen Euro auf Wertpapiere, deren Kurs im Zuge der Krise gesunken ist. Die Wertberichtigungen seien aber nicht mit Ausfällen gleichzusetzen, sagte Vorstandschef Dieter Hoffmann. Man rechne auch wieder mit Kursgewinnen. Hoffmann betonte, dass die Bank nicht in zweitklassige US-Immobilienkredite (Subprimes) investiert habe, von denen die Krise ausgegangen war.

Nach sieben Rekordjahren in Folge ist der Gewinnrückgang ein deutlicher Dämpfer für die Sparda-Bank. Vorstandschef Hoffmann sprach dennoch von einem „erfolgreichen Jahr“. Die Bank habe rund 35 000 neue Kunden gewonnen, gut 10 000 davon in Berlin. Die Höhe der Kundeneinlagen bei der Bank sei mit 9,5 Prozent auf 435 Millionen Euro so stark gestiegen wie seit 1995 nicht mehr. Auch das Provisionsgeschäft mit Investmentfonds, Versicherungen und Bausparverträgen legte um 11,6 Prozent zu.

Schlechter lief es dagegen beim Zinsgeschäft mit Krediten sowie Spar- und Girokonten. Dies sei ein „außerordentlich schwieriges Feld“, sagte Hoffmann. Durch den starken Wettbewerb seien die Margen deutlich gesunken. Der Zinsüberschuss ging um 5,2 Prozent auf 79,5 Millionen Euro zurück.

Trotz des schwächeren Vorsteuergewinns will der Vorstand erneut eine Dividende von sechs Prozent für die 446 000 Miteigentümer vorschlagen. Für 2008 rechnet Hofmann wieder mit einem besseren Ergebnis. Die Lage auf den Finanzmärkten werde sich im zweiten Halbjahr beruhigen, hofft er. „Wir wollen in diesem Jahr 40 000 Neukunden gewinnen“, sagte er. Dazu werde die Bank drei neue Filialen eröffnen, eine davon in Berlin-Weißensee und eine in Potsdam-Babelsberg. Bisher ist die Bank, deren Geschäfstgebiet sich über ganz Ostdeutschland erstreckt, mit 23 Filialen in Berlin vertreten und betreut dort rund 113 000 Kunden. stek

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