Wirtschaft : Sparen für alle

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Die Zeit drängt. Wenn nichts geschieht, werden der gesetzlichen Rentenversicherung in diesem Jahr 1,5 Milliarden Euro fehlen, im kommenden Jahr könnten es schon 3,5 Milliarden sein. Doch die Politiker von CDU und CSU halten sich bei ihren Rentenplänen bedeckt – erst Anfang Juli wollen sie sich auf ein Programm einigen. Es zeichnet sich aber bereits ab, dass die Bürger mehr privat für ihr Alter vorsorgen sollen, außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung. Dafür soll die RiesterRente vereinfacht werden. Die FDP will auch die Vorsorge im Betrieb ausbauen, und zwar durch ein staatlich gefördertes Altersvorsorgekonto.

Außerdem sollen die Bundesbürger länger arbeiten müssen – die Union will den Beginn der Rente bis 2023 schrittweise auf das Alter von 67 Jahren anheben. Heute gehen die Deutschen im Schnitt bereits mit gut 60 Jahren in Rente. Zusätzlich sollen die Deutschen in jüngeren Jahren ins Erwerbsleben einsteigen – damit sie länger im Beruf stehen und Beiträge zahlen können. Dafür müssten die Ausbildungszeiten in Schulen, Betrieben und Universitäten verkürzt werden. Wohl keinen Erfolg haben wird der Plan, Eltern bei der Rente zu begünstigen. Kanzlerkandidatin Angela Merkel bezeichnet den finanziellen Spielraum für eine stärkere Anerkennung von Kindererziehungszeiten als „extrem gering“. brö

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