Wirtschaft : Sparkasse: 500 Jobs in Berlin bedroht IT-Tochter will drei statt neun Rechenzentren

Berlin - Rund 500 Berliner Beschäftigte der Sparkassen-Tochter Finanz Informatik müssen um ihren Job fürchten. Wie die Geschäftsführung und die Gewerkschaft Verdi am Montag bestätigte, gibt es Überlegungen, die Rechenzentren der Sparkassen, die sich bundesweit auf neun Standorte verteilen, auf drei zu konzentrieren: Frankfurt am Main, Hannover und Münster. Die Berliner Niederlassung in der Leipziger Straße würde nach diesen internen Plänen geschlossen. Laut Verdi wäre insgesamt fast jeder dritte von 4300 Beschäftigten bei Finanz Informatik betroffen.

Über die Großrechner der Finanz Informatik wickeln 426 Sparkassen, alle Landesbanken, die Dekabank sowie zehn Landesbausparkassen unter anderem Überweisungen und sonstige Kontobewegungen ab. Auch Geldautomaten werden hier zentral gesteuert. Die Sparkassenorganisation baut ihren IT-Dienstleister seit Jahren um. Ende der 90er Jahre gab es noch elf verschiedene Unternehmen, die für die deutschen Sparkassen tätig waren. Nach verschiedenen Fusionen und dem Abbau zahlreicher Arbeitsplätze wurde schließlich Finanz Informatik daraus.

„Die Mitarbeiter haben schon große Synergien erbracht“, sagte Frank Wolf, Verdi-Landesfachbereichsleiter in Berlin. Die Gewerkschaft will nun den Protest der Berliner Mitarbeiter organisieren. Bis zum 24. Mai soll entschieden werden, wie der neuerliche Umbau umgesetzt werden kann. Finanz Informatik erklärte, Ziel der Zusammenlegung sei es, schneller und kostengünstiger zu arbeiten. Im Vordergrund stehe nicht der Abbau von Arbeitsplätzen. Entschieden sei noch nichts. mot

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