Wirtschaft : Sparkassen: Angebot in Sachen Bankgesellschaft erneuert

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Die im Ostdeutschen Sparkassen- und Giroverband (OSGV) organisierten Sparkassen aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern verdienen derzeit besser als der Bundesdurchschnitt der Institute. Trotz eines rückläufigen Zinsüberschusses, stagnierender Provisionserträge und den Kosten für die Euro-Einführung werde das durchschnittliche Betriebsergebnis der OSGV-Institute in diesem Jahr etwa 0,95 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme erreichen. Im vergangenen Jahr waren es noch 1,08 Prozent. Die Grenze von einem Prozent sei noch recht auskömmlich, so der Geschäftsführende Präsident des OSGV, Rainer Voigt, am Montag bei der Vorlage der Halbjahreszahlen vor der Presse in Berlin. Die Sparkassen spürten zwar die Flaute, aber "mit der Entwicklung bis zur Jahresmitte 2001 sind wir durchaus zufrieden". Zwar rechnet der Verband für das Gesamtjahr nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von rund einem Prozent in Ostdeutschland, die Steigerungsraten der Mitgliedssparkassen lagen aber im ersten Halbjahr zum Teil noch darüber. So kletterten die Kundeneinlagen um 1,9 Prozent auf mehr als 70 Milliarden Euro. Das Kreditvolumen stieg gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit um 3,4 Prozent auf 35,7 Milliarden Euro. Die von der EU-Kommission verlangte Änderung der staatlichen Garantien für die öffentlich-rechtlichen Institute werde auf die Sparkassen keine besonderen Auswirkungen haben, sagte Voigt. Es werde weder zu einer Kreditverteuerung noch zu Einschränkungen im Leistungsangebot kommen. Allerdings müssten die Sicherungssysteme modernisiert werden. Die regionalen Stützungssysteme müssten verkettet werden. Bisher gebe es aber noch keinen Stützungsfall, versicherte Voigt.

In diesem Zusammenhang ging Voigt auch auf die Berliner Sparkasse ein. Der OSGV sei bereit, jede vom deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) vorgesehene Lösung mitzutragen, sei alleine allerdings zu schwach. Die Sparkassen in Brandenburg sähen sich als Partner. Von den 13 dortigen Instituten ist derzeit allerdings nur die Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam in die Gespräche einbezogen.

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