Wirtschaft : Sparkassen müssen Stellen abbauen Bessere Kooperation soll Kosten senken und Beratung stärken

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Washington (ro). Im Gegensatz zu den Großbanken wollen die Sparkassen nicht im großen Maßstab Filialen schließen, sondern ihr Geschäft für alle Kundengruppen ausbauen. „Wir wollen gerade jetzt offensiv vorgehen“, sagte Dietrich Hoppenstedt, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) am Rande der Jahrestagung von IWF und Weltbank in Washington. Basis dafür soll ein neues strategisches Konzept des Verbundes sein, mit dem Landesbanken und Sparkassen ihre Zusammenarbeit vertiefen, Überschneidungen vermeiden und die Kosten senken sollen. Um die Kosten zu reduzieren, sei ein Stellenabbau unvermeidbar, sagte Hoppenstedt.

Das neue Konzept haben DSGV, die Spitzen der Landesbanken und die Vertreter der rund 700 in der Sparkassengruppe vertretenen Firmen in der vergangenen Woche abgesegnet. In der Vergangenheit waren Kooperationsprojekte wie etwa ein gemeinsames Wertpapierhaus an Einzelinteressen innerhalb des Verbundes gescheitert. Hoppenstedt hofft, dass die Gruppe jetzt an einem Strang zieht. Grund: Die EU- Vorgaben, nach denen die staatlichen Garantien für Sparkassen und Landesbanken ab 2005 wegfallen und die derzeitige Krise des Finanzsektors.

Die Kosten der Institute sollen bis 2005 um rund zehn Prozent gedrückt werden. Bis zu 20 Prozent der Mitarbeiter würden dazu in den nächsten Jahren aus den Abwicklungs- und Stabsbereichen abgezogen und in der Beratung eingesetzt, sagte Hoppenstedt. Der Personalumbau habe aber Vorrang vor dem Personalabbau.

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