Wirtschaft : Sparkassen richten Bürgerkonto ein

Berlin - Die deutschen Sparkassen wollen ab Oktober ein „Bürgerkonto“ anbieten, das Kunden in finanziellen Schwierigkeiten nutzen können. Damit soll sichergestellt werden, dass wirklich jeder ein Girokonto bekommt, wie der Deutsche Sparkassen- und Giroverband am Mittwoch mitteilte. Das Guthaben-Konto ermögliche etwa Überweisungen und solle bei den Entgelten nicht teurer sein als vergleichbare Konten mit Überziehungsmöglichkeit. Die 423 Sparkassen verpflichten sich außerdem, Schlichtersprüche zu diesen neuen Konten anzuerkennen. Die Politik kritisiert die Finanzbranche seit längerem für zögerliche Konten-Angebote für jedermann. In Deutschland haben Schätzungen zufolge mehrere hunderttausend Menschen kein Girokonto. Die Sparkassen gehen nach eigenen Angaben mit dem Bürgerkonto über die freiwillige Selbstverpflichtung der Kreditwirtschaft zum Girokonto für jedermann hinaus. Insgesamt führen deutsche Kreditinstitute bereits jetzt mehr als 2,6 Millionen Girokonten für Menschen mit finanziellen Problemen. 1,2 Millionen dieser Konten würden bei einer Sparkasse geführt. dpa

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