Wirtschaft : Sparkassenverband beurlaubt Präsidenten

MAINZ (tsp).Der rheinland-pfälzische Sparkassen- und Giroverband hat seinen Präsidenten Karl Adolf Orth (CDU) auf unbestimmte Zeit in den Urlaub geschickt.Mit dieser einstimmig gefaßten Entscheidung reagierte der Verbandsvorstand am Mittwoch auf wochenlange Kritik an den hohen Nebeneinkünften seines 59jährigen Präsidenten.Zudem ermittelt die Mainzer Staatsanwaltschaft gegen Orth wegen des Verdachts der Untreue bei der Abrechnung von Spesen und Reisekosten.Die Gremiumsmitglieder, die auf eine rasche Beendigung der Affäre drängen, konnten sich nach zwei Sondersitzungen in Schloß Waldthausen bei Mainz allerdings nicht durchsetzen.Schließlich bat Orth selbst am Mittwoch um die Beurlaubung.Die Einwilligung des Vorstandes sei keine Vorverurteilung, betonte Orths Stellvertreter, der Wormser Oberbürgermeister Gernot Fischer (SPD).Das Kontrollgremium wartet den Ausgang des Ermittlungsverfahrens und der Prüfung des Mainzer Wirtschaftsministeriums ab.

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