Wirtschaft : Sparkurs bei EM.TV zeigt Wirkung Kirch-Pleite belastet Konzern

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München (nad). Der angeschlagene Medienkonzern EM.TV hat seine Verluste mit Hilfe eines rigiden Sparplans zwar verringert, steckt aber immer noch tief in den roten Zahlen. Im ersten Halbjahr sei der Fehlbetrag von 122,3 auf 70,2 Millionen Euro reduziert worden, teilte das am Neuen Markt gelistete Unternehmen am Donnerstag in München mit. Der Konzernumsatz sank dagegen auf 94,3 Millionen Euro – nach 466,2 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Darin waren allerdings Verkaufserlöse mehrerer Tochtergesellschaften und Beteiligungen – darunter der Mehrheitsanteil an der Formel1 – enthalten. EM.TV konnte im Halbjahr die Kosten für Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen deutlich drücken. „Die laufende Restrukturierung zeigt somit Erfolge“, sagte Vorstandschef Werner Klatten. Und dies, obwohl die Rahmenbedingungen im ersten Halbjahr 2002 für EM.TV nicht leichter geworden seien. „Der Zusammenbruch der Kirch-Gruppe hat die Restrukturierung unseres Beteiligungsportfolios verzögert und erschwert." Liquiditätsprobleme hat der einstige Star am Neuen Markt immer noch. Deshalb will sich EM.TV schnellstmöglich von der Jim-Henson-Company trennen, dem Produzenten der Muppet-Show. Einem Sprecher zufolge sind die Verhandlungen in der Endphase. Ziel sei ein Abschluss bis Mitte oder Ende September. Eine Prognose für das Gesamtjahr gab EM.TV erneut nicht ab.

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