Sparpläne : Euro-Rekorde machen Airbus Schwierigkeiten

Der Höhenflug des Euro bringt den Sparplan des europäischen Flugzeugbauers Airbus in Gefahr: Bei einem Wert von 1,45 Dollar müsste Airbus eine weitere Milliarde Euro einsparen, teilte der Konzern mit.

Airbus
Ein Airbus A380 in Hamburg. -Foto: ddp

London/PekingSollte der Euro weiter zulegen, könnte Airbus "nicht mehr in neue Programme investieren", sagte der Vize-Chef des Unternehmens, Fabrice Brégier dem französischen Sender BFM. Mit dem Sparplan Power8 will das Unternehmen bis 2010 jährlich mehr als zwei Milliarden Euro sparen, wie Brégier sagte. Der Euro-Kurs hatte am Morgen die Marke von 1,41 Dollar übersprungen.

Brégier sagte, ein Kursanstieg auf 1,45 Dollar würde "unmittelbar" dazu führen, dass keine Investitionen in neue Programme mehr möglich wären. Der Mutterkonzern EADS weist immer wieder darauf hin, wie ungünstig ein hoher Euro-Kurs für den Flugzeugbauer sei - ein Anstieg von zehn Prozent beim Euro führe bei Airbus zum Verlust von einer Milliarde Euro, rechnet EADS-Chef Louis Gallois vor. Airbus bezahlt seine Kosten in Euro, bekommt die Flugzeuge aber in Dollar bezahlt. Der Sparplan beruht auf einem Euro-Kurs von 1,35 Dollar.

Französische Unternehmen drohten wegen des hohen Euro-Kurses zu "ersticken", sagte die französische Finanzministerin Christine Lagarde während eines Besuchs in Peking. Dieses Risiko sei "sehr ernst". Das Problem müsse im Rahmen der Eurogruppe angegangen werden, forderte die Ministerin. Deutsche Wirtschaftsverbände hatten am Donnerstag gelassen reagiert, als der Euro erstmals die psychologisch wichtige Marke von 1,40 Dollar übersprungen hatte. (mit AFP)

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