Sparprogramm : Lufthansa schließt Standort Köln

Bis spätestens 2017 soll die Zentralverwaltung nach dann 64 Jahren komplett aufgelöst werden.

Auf seinem Sparkurs geht Lufthansa-Chef Christoph Franz nun ans Eingemachte. Die aus historischen Gründen in Köln sitzende Zentralverwaltung des größten europäischen Luftfahrtkonzerns soll bis spätestens 2017 nach dann 64 Jahren komplett aufgelöst werden. Die verbliebenen Zentralfunktionen gehen wie viele andere zuvor ins Aviation Center am Frankfurter Flughafen, aus dem der Konzern schon seit Jahren gelenkt wird.

Bei den am Dienstagabend vorgestellten Stellenstreichungen stehen bundesweit rund 1200 Jobs auf dem Spiel. Neben dem Traditionsstandort Köln, wo möglicherweise auch noch die Lufthansa-Tochter Cityline abgezogen wird, sind Norderstedt und Hamburg betroffen. Im Sparprogramm „Score“ sind für Deutschland insgesamt 2500 Stellenstreichungen vorgesehen. Vieles wird an externe Dienstleister und ins Ausland verlagert. Der aktuelle Konzerngewinn von fast einer Milliarde Euro nach dem Vorjahresverlust von 13 Millionen Euro wirft Fragen nach der Notwendigkeit der Schnitte auf. Die Aktionäre müssen trotz des Zuwachses auf eine Dividende verzichten. Die Gewerkschaften sind einzig mit diesem Sparvorschlag des Vorstands zulasten der Aktionäre einverstanden. Ansonsten kündigten sie entschlossenen Widerstand gegen die Pläne an. Verdi will vor allem die drohenden Komplettschließungen verhindern. dpa

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