• SPD-Abgeordneter Peter Danckert weist Vorwürfe zurück „Keine Interessenkollision bei Tätigkeit für Beratungsagentur“

Wirtschaft : SPD-Abgeordneter Peter Danckert weist Vorwürfe zurück „Keine Interessenkollision bei Tätigkeit für Beratungsagentur“

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Berlin (Tsp). Der SPD-Bundestagsabgeordnete Peter Danckert will im Aufsichtsrat des Beratungsunternehmens WMP Eurocom AG bleiben. Danckert sagte am Sonntag, seine Aussage, er werde darüber nachdenken, ob das Aufsichtsratsmandat mit seinem Bundestagsmandat zu vereinbaren ist, sei erfolgt, weil er zu diesem Zeitpunkt nicht mit Sicherheit habe ausschließen können, dass die WMP Eurocom zum fraglichen Zeitpunkt noch für das Bayernwerk tätig war. Da dies aber nicht der Fall gewesen sei, habe es auch zu keinem Zeitpunkt eine Interessenkollision gegeben. Er habe überhaupt keinen Grund, an der Seriosität der Arbeit der WMP zu zweifeln, erklärte Danckert weiter. Seine Tätigkeit als Aufsichtsrat der WMP sei bei der Bundestagsverwaltung ordnungsgemäß angemeldet und im Handbuch des Bundestages auch veröffentlich worden. Die Vergütung für seine Tätigkeit habe er an die Rechtsanwaltskanzlei, in der er tätig ist, abgeführt.

Nach Tagesspiegel-Informationen hat WMP Eurocom den schwedischen Energiekonzern Vattenfall beraten, als sich Vattenfall um die Vorherrschaft im Ostdeutschen Strommarkt bemühte. Sowohl Danckert als auch der FDP-Abgeordnete Günter Rexrodt, Miteigentümer der WMP, hatten sich dazu öffentlich als Politiker geäußert. Die Bundestagsverwaltung erklärte unterdessen, Danckert und Rexrodt hätten ihre wirtschaftlichen Nebentätigkeiten im amtlichen Bundestags-Handbuch ordnungsgemäß angegeben. Noch am Freitag hatte die Bundestagsverwaltung gegenüber dieser Zeitung erklärt, die wirtschaftliche Tätigkeit beider Abgeordneter werde überprüft.

Danckert erklärte gestern, die WMP habe in der Tat einen Vertrag mit der Bayernwerk AG gehabt. Diese Gesellschaft ging später in der Eon auf. Bei der Beratung sei es nur um Fragen des Atomausstiegs gegangen. Dieser Vertrag sei zum Ende des vergangenen Jahres ausgelaufen. Seine Stellungnahme zu einer Fusion von Eon und Ruhrgas sei also zu einer Zeit erfolgt, als die WMP Eurocom nicht mehr tätig gewesen sei.

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