Wirtschaft : Speiseeis selbst gemacht Eismaschinen von billig bis luxuriös

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Selbst hergestelltes Eis hat vor allem zwei Vorteile: Man kontrolliert, was drin ist (zum Beispiel keine Emulgatoren, Stabilisatoren und künstlichen Aromen, wie sie im IndustrieEis üblich sind) und die Auswahl endet nicht am Deckel der Kühltruhe im Supermarkt. Der Nachteil ist, dass man es niemals so cremig hinbekommt wie das Eis der großen Hersteller wie Langnese, Schöller und Co. Das liegt zum einen an der – möglichst niedrigen – Temperatur während des Gefriervorgangs, zum anderen an der Rührstärke der großen Fabrikmaschinen.

Das Preisspektrum beginnt schon bei 9,90 Euro für eine einfache Eismaschine der Firma Pearl. Im Gefrierschrank wird die flüssige Masse von einer batteriebetriebenen Rührvorrichtung geknetet.

Für 59,95 Euro bekommt man eine Eismaschine der Firma Philips. Der Rührbehälter muss einen ganzen Tag lang im Gefrierschrank vorgekühlt werden, bevor die vorgefertigte Eismasse hineinkommt. „Der Nachteil ist hier, dass das Gerät beim Rühren nicht weiter gekühlt wird. Außerdem dauert der Vorgang sehr lange“, sagt der Berliner Haushaltsgerätehändler Mario Firchau.

Vor dem Kauf von Geräten, die in den Gefrierschrank müssen, sollte man den eigenen Gefrierer unbedingt innen ausmessen, um nicht die böse Überraschung zu erleben, dass die Maschine gar nicht hineinpasst. Dieser Sorge enthoben ist man bei der Eismaschine „Gelateria“ von Gaggia, denn sie hat ein eigenes elektrisches Kühlaggregat. „In nur 30 Minuten ist das Eis fertig.“, lobt Firchau. Dafür kostet der Helfer auch eine Kleinigkeit: 339 Euro.

Ob billig oder luxuriös teuer – Eisbehälter und Rührvorrichtungen sollten abnehmbar sein, damit man das Gerät nach der Herstellung der Eisspeisen leicht reinigen kann. chb

Rezept für Fruchteis (ohne Maschine):

1/2 Liter Fruchtmark oder -saft

200 Gramm Zucker

Ein Schuß Zitronensaft

1/4 Liter Milch

Eiweiß von einem großen Ei

Die Früchte pürieren. Mit Zucker und Zitronensaft verrühren. Milch hinzugeben. Eiweiß schaumig schlagen, unterrühren. Drei Stunden ins Gefrierfach stellen. Dabei in der ersten halben Stunde zweimal gründlich durchrühren.

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