Wirtschaft : Spekulationen über kleine 2er-Reihe von BMW dementiert

MÜNCHEN (tmh).Die Bayerische Motoren Werke (BMW) AG, München, hat erneute Gerüchte zur Produktion einer 2er-Reihe dementiert."Es wird unterhalb des 3er Compact keinen kleineren BMW geben," sagte ein Konzernsprecher auf Anfrage.Ein Automagazin meldet dagegen, die Münchner würden von 2002 an mit einer 2er-Reihe gegen die A-Klasse von Mercedes oder den Audi A3 antreten.Wenn künftig ein zwischen dem britischen Kleinwagen "Mini" und der 3er-Reihe angesiedeltes Modell vom Band laufe, werde es ein Rover sein, betont BMW.Es sei aber noch offen, ob dieses Modell gebaut werde, das die derzeitigen Typen Rover 200 und Rover 400 ersetzen könnte, sagte ein Sprecher.Keinesfalls strebe man ein Plattformkonzept nach dem Vorbild der Volkswagen AG zwischen BMW und Rover an, wie es im Automagazin weiter heißt.Daß sei auch technisch bedingt, denn die Kompetenz für Frontantrieb liege ausschließlich bei Rover, die für Heckantriebe bei BMW.Es habe zwar Anfang der 90er Jahre einen Prototypen für einen BMW-Kleinwagen gegeben, bestätigte ein Sprecher in München.Mit dem Kauf von Rover seien diese Pläne aber vom Tisch gewesen.Auf der Insel verhandelt BMW derzeit mit der britischen Regierung über Subventionen für die Modernisierung des veralteten Rover-Hauptwerks in Longbridge.Davon hänge die Zukunft der Strategie und damit auch die künftige Modellpolitik bei der verlustreichen Tochter Rover ab, heißt es bei BMW.Neue Nahrung erhielten Spekulationen über BMW-Kleinwagenpläne auch durch den jüngsten Wechsel an der Firmenspitze.Während der ehemalige BMW-Chef Bernd Pischetsrieder stets gegen eine 2er-Reihe oder die Produktion eines kleinen BMW auf der britischen Insel votiert hatte, sind die genauen Pläne seines Nachfolgers Joachim Milberg noch weitgehend unbekannt.

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