Spielkonsole : Microsoft droht Desaster mit Xbox

Die neue Xbox 360 bereitet Microsoft Kopfzerbrechen. Das Prestige-Projekt liegt im Absatz weit unter den Erwartungen und verliert immer mehr Boden auf die Konkurrenz von Nintendo und Sony. Zudem gäbe es eine "unannehmbare Zahl" an Reparaturen.

Xbox
Die Xbox 360 mit Problemen: Kann das Image wieder aufpoliert werden? -Foto: ddp

San FranciscoDie US-Firma Microsoft hat Probleme mit ihrer Videospielkonsole Xbox 360. Aufgrund eines häufig auftretenden Gerätefehlers rechnet das Unternehmen mit mehr als einer Milliarde Dollar (0.73 Milliarden Euro) an Reparaturkosten, wie es mitteilte. Außerdem bleibt der Verkauf der Konsole, die mit der Playstation 3 von Sony und der günstigeren Mitmach-Konsole Wii des japanischen Nintendo-Konzerns konkurriert, hinter den Erwartungen des Konzerns zurück. Seit der Markteinführung Ende 2005 hat Microsoft nach eigenen Angaben 11,6 Millionen Exemplare verkauft. Die Zielmarke habe bei zwölf Millionen gelegen.
  
Mit Hinblick auf die Marktsituation sei der Verkauf jedoch zufriedenstellend, sagte Microsoft-Finanzchef Christopher Liddell in einer Telefonkonferenz mit Journalisten und Analysten.

Microsoft hält an Gewinnziel fest

  
Ein Fehler in der Xbox 360 führt nach Unternehmensangaben zu Hardware-Ausfällen. Das Problem entstehe nicht bei der Montage, sondern habe seine Ursache in der Entwicklung, die allein Microsoft zu verantworten habe, erklärte der Chef der Sparte Unterhaltungselektronik, Robbie Bach. Das Unternehmen teilte mit, es habe eine "unannehmbare Anzahl an Reparaturen" der Xbox 360 gegeben. Wie viele Exemplare reklamiert wurden, verriet es jedoch nicht.
  
Microsoft bietet an, problematische Xbox-360-Konsolen zu reparieren oder umzutauschen und verlängerte die Garantie von einem auf drei Jahre. "Das Problem hat einige unserer Kunden frustriert, und dafür entschuldigen wir uns aufrichtig", erklärte Bach. Der Fehler ist Firmenangaben zufolge inzwischen behoben und werde in Zukunft nicht mehr auftauchen. Alte Geräte, die noch im Lager seien, würden ausgetauscht.
  
Die Ausgaben für die Konsole veranschlagte Mircrosoft im laufenden Quartal mit 1.05 bis 1.15 Milliarden Dollar. Laut Liddell hält die Abteilung Spielesoftware dennoch an ihrem Ziel fest, im Steuerjahr 2008 erstmals Gewinn einzufahren. (mit AFP)

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