Wirtschaft : Spielraum für Preisnachlässe

-

Verdient die Textilkette C & A eigentlich noch Geld, wenn sie Pullover für fünf Euro und Hosen für neun Euro verkauft? Die Antwort: Nein. „Die Waren werden sogar unter dem Einkaufspreis verkauft“, sagt ein C & ASprecher. Mit den Sonderaktionen wolle der Konzern seinen Kunden für das gute Geschäft in diesem Jahr danken. Solche extremen Niedrigpreisangebote dienen dazu, die Verbraucher in die Geschäfte zu locken, meinen Branchenkenner. Der Händler verdient dann nicht an den herabgesetzten Waren, sondern an anderen Produkten, die von den Kunden bei der Gelegenheit ebenfalls gekauft werden.

Nach Angaben von Handelsexperten beträgt die Handelsspanne bei Textilien zwischen 50 und 200 Prozent. Die Handelsspanne ist die Differenz zwischen Verkaufspreis und dem Einkaufspreis. Sie setzt sich aus den Kosten des Handels und dem angestrebten Gewinn zusammen. Dank der hohen Handelsspannen bleiben den Händlern ausreichend Spielraum für Preissenkungen. In Zeiten der Konsumflaute nutzen sie die Rabatte, um die Kunden in die Geschäfte zu locken, Umsatz zu generieren und die Lager für neue Waren zu räumen. Allerdings leiden die Gewinne der Firmen darunter, weil die Handelsspanne schrumpft. msh

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben