SPIELZEUGPRODUKTION : Einmal China und zurück

Thüringen, Franken und die Nachbarregionen waren früher Hochburgen der Spielzeugproduktion. Spielzeug entstand oft in Heimarbeit. Wenn die Bauern im Winter ihre Felder nicht bestellen konnten, nähten die Frauen Puppen oder Tiere und besserten so das Haushaltseinkommen auf. Heute wird Spielzeug weltweit zu rund 85 Prozent in China produziert. Die Lohnkosten sind so niedrig, dass viele Hersteller zumindest einen Teil ihrer Produktion verlagert haben. Dazu gehörte auch die Firma Steiff, die mit einer Produktionslinie aus China billigere Tiere ins Sortiment nehmen wollte. Das Problem: Qualitativ anspruchsvolle Produkte lassen sich in China nur schwer herstellen. Zudem sind die Lieferzeiten lang. Das hat auch Steiff erkannt. „Steiff zieht sich komplett aus China zurück“, heißt es auf Anfrage. hej

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