Wirtschaft : Spitzengespräch in dieser Woche sollen die entgültige Entscheidung bringen

Die fusionswilligen Konzerne Veba und Viag wollen bei einem Treffen in dieser Woche mit Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) endgültig grünes Licht vom Freistaat für ihren Zusammenschluss erhalten. Wie Stoiber am Montag in München sagte, ist bislang noch keine Entscheidung gefallen. Die Gespräche seien bisher aber sehr gut verlaufen. Er gehe davon aus, dass die Entscheidung noch im September getroffen werde.

Die beiden Mischkonzerne bekräftigten zum Wochenbeginn ihre Entschlossenheit zu einem Zusammenschluss. Nach Brancheninformationen soll am kommenden Sonntag der Viag-Aufsichtsrat seine Zustimmung zu der Fusion geben. Der Konzern wollte den Termin nicht offiziell bestätigen.

Bayern spielt mit seinem 25,1 Prozent-Anteil an der Viag AG (München) bei den Fusionsverhandlungen eine Schlüsselrolle. Das Land will sich schrittweise von dem Paket mit einem Börsenwert von mehr als sieben Milliarden Mark trennen. Stoiber wollte sich nicht zur Höhe des Anteils äußern, den der Freistaat von seiner Viag-Beteiligung an die Veba abgeben will. Mit dem Erlös soll unter anderem die von der Regierung angekündigte High-Tech-Offensive in Bayern finanziert werden.

Die Landesregierung drängt bei den Verhandlungen dem Vernehmen nach auf Arbeitsplatz- und Standortgarantien. Nach Brancheninformationen soll der Hauptsitz des fusionierten Konzerns in Düsseldorf angesiedelt werden, der Energiebereich aus Bayernwerk und PreussenElektra soll dafür nach München kommen. Strittig ist vor allem der Viag-Preis: Die Veba will nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" nur den Börsenkurs zahlen, der vor Bekanntgabe der Fusionspläne notiert wurde, damals um die 17 Euro. Inzwischen ist der Viag-Kurs deutlich gestiegen. Am Montag legte er leicht auf rund 20,50 Euro zu.

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