Sportartikel : Nike jubelt, aber Adidas holt auf

Nike-Chef Mark Parker war in Jubelstimmung: Allerdings ist der deutsche Verfolger Adidas dem weltgrößten Hersteller von Sportartikeln dicht auf den Fersen.

Beaverton - Nike-Chef Mark Parker war in Jubelstimmung: „Wir hatten ein großartiges zweites Quartal“, erklärte der Manager am Dienstag am Firmensitz in Beaverton im US-Bundesstaat Oregon. „Fast jede Marke, jede Produktgattung und jede Region hat zugelegt.“ Allerdings ist der deutsche Verfolger Adidas dem weltgrößten Hersteller von Sportartikeln dicht auf den Fersen.

Nike verbuchte im zweiten Geschäftsquartal (Ende November) einen um zehn Prozent höheren Umsatz von 4,8 Milliarden Dollar. Der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 22 Prozent auf 457 Millionen Dollar. Vor allem die Menschen in Nordamerika und in den Schwellenländern kauften Produkte von Nike. Dagegen hielten sich die Westeuropäer und vor allem die Japaner zurück. Für Nike ist Wachstum enorm wichtig. Adidas hat sich zum Ziel gesetzt, den US-Rivalen bis 2015 zu überholen. Bislang trennen die beiden Konzerne rund zwei Milliarden Euro Jahresumsatz.

Die gesamte Branche hatte in der Wirtschaftskrise gelitten, doch nun geht es aufwärts. Umso enttäuschter waren die Börsianer von den bei Nike eingegangenen Bestellungen für Dezember bis April. Diese stiegen um elf Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit einem noch höheren Zuwachs gerechnet.

Adidas hatte sich mit dem Zukauf von Reebok im amerikanischen Markt gestärkt. Umgekehrt übernahm Nike den schwächelnden britischen Sportartikelhersteller Umbro und sicherte sich damit ein Standbein im wichtigen europäischen Fußballmarkt. dpa

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