Sportartikel : Nike macht mit schwachem Dollar Kasse

Nikes Pläne, seinen Jahresumsatz bis 2011 auf 23 Milliarden Euro auszubauen, haben anfangs bei einigen Analysten Skepsis hervorgerufen. Mittlerweile liegt der Sportartikelkonzern dank starker Auslandsnachfrage und schwachem Dollar voll im Soll. Das freut die Anleger und bereitet den Hauptkonkurrenten Adidas und Puma zusehends Sorge.

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Nike verzeichnet dank Dollarschwäche deutliche Umsatzzuwächse im Ausland. -Foto: ddp

BeavertonDer weltgrößte Sportartikelhersteller Nike profitiert weiter kräftig von der starken Nachfrage in Europa und Asien sowie vom schwachen Dollar. In seinem dritten Geschäftsquartal steigerte der US-Konzern den Überschuss um fast ein Drittel auf 464 Millionen Dollar (297 Mio Euro). Der Umsatz legte auch dank der Währungseffekte um 16 Prozent auf 4,54 Milliarden Dollar zu.

Die Ergebnisse sind für Konzernchef Mark Parker ein klarer Beleg, dass die Strategie von Nike aufgeht. Nike liegt bei seinen Zielen dieses Jahr und auch mittelfristig voll im Plan. Der Konkurrent der deutschen Hersteller Adidas und Puma will spätestens im Geschäftsjahr 2010/2011 (31. Mai) einen Umsatz von 23 Milliarden Dollar erzielen, im abgelaufenen Geschäftsjahr waren es 16,3 Milliarden Dollar. Dazu stößt Nike weniger profitable Randgeschäfte ab und kauft neue Bereiche hinzu.

Umgerechnet höhere Dollar-Einnahmen

Der Gewinn je Aktie stieg im abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal bis Ende Februar um 35 Prozent auf 0,92 Dollar. Nike übertrifft mit seinen Zahlen die Erwartungen der Analysten deutlich. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres erhöhte sich der Umsatz um 13 Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar, der Überschuss kletterte um 32 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar.

In den USA legte der Umsatz auch wegen der Konjunkturschwäche lediglich um fünf Prozent zu. In der Region Europa, Naher Osten und Afrika kletterte er dagegen um fast ein Viertel - mehr als die Hälfte des Zuwachses verdankt Nike Währungseffekten. Der starke Euro macht Nike-Produkte in Europa günstiger und beschert dem Hersteller umgerechnet höhere Dollar-Einnahmen. Rund zwei Drittel des Umsatzes erzielt Nike außerhalb der USA. (iba/dpa)

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