Sportartikel : Puma mit schwacher erster Jahreshälfte

Die erst kürzlich veräußerte Firma Puma hat ein durchwachsenes erstes Halbjahr hingelegt. Umsatz und Gewinn gingen zurück. An der Prognose für das Gesamtjahr wird aber festgehalten.

Puma
Puma hat einen Rückgang bei Gewinn und Umsatz zu verschmerzen. -Foto: ddp

HerzogenaurachDer Sportartikelhersteller Puma hat im zweiten Quartal 2007 wegen eines schwachen US-Geschäfts weniger umgesetzt und schlechter verdient als im Jahr zuvor. Zugleich hätten auch Investitionen den Gewinn gedrückt, berichtete Puma-Vorstandschef Jochen Zeitz bei Vorlage der Halbjahreszahlen.

Das operative Ergebnis (Ebit) ging nach seinen Angaben um 11,9 Prozent auf 61 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich sackte der Konzerngewinn um 9,9 Prozent auf 45,2 Millionen Euro ab. Der Umsatz ging, wie bereits von der Konzernmutter PPR gemeldet, um 0,7 Prozent auf 542,8 Millionen Euro zurück. Währungsbereinigt ergab sich ein Plus von 3,1 Prozent. Für das Gesamtjahr rechnet Zeitz dennoch mit einem Umsatz- und Ergebniswachstum "im unteren einstelligen Bereich".

Zeitz betonte: "Wir sind mit dem erzielten Ergebnis im zweiten Quartal zufrieden, da wir trotz eines schwierigen Jahresvergleichs aufgrund der Fußball-Weltmeisterschaft ein Wachstum aufweisen konnten." Auch wenn das laufende Geschäft herausfordernd bleibe, werde man die Investitionen in die Marke fortsetzen, um ihr Potenzial langfristig ausschöpfen zu können.

US-Großkunde verloren

Im ersten Halbjahr war der Puma-Umsatz währungsbereinigt um 5,5 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro gestiegen, der Konzerngewinn hingegen um ein Prozent auf 141,7 Millionen Euro zurückgegangen.

Der währungsbereinigte Umsatzrückgang im US-Geschäft von 11 Prozent gehe im wesentlichen auf den Wegfall eines Großkunden zurück. "Ansonsten hat sich der Puma-Marktanteil in den USA nicht wesentlich verändert", betonte Zeitz. Was die Preisgestaltung angehe, so sei der US-Markt aber schwierig. Einige größere Handelsketten bemühten sich mit einem aggressiven Preiswettbewerb um Wachstum.

Der schwache Dollar im Vergleich zum Euro stelle für Puma hingegen kein Problem dar. "Der ist für uns beim Einkauf in Asien sogar von Vorteil", betonte Zeitz. Die in asiatischen Fabriken hergestellten Sportartikel würden auf Dollar-Basis abgerechnet, was für Einkäufer im Euro-Raum Preisvorteile bringe. Allerdings stellten einige asiatische Hersteller wegen dieser Entwicklung bereits Nachforderungen. (mit dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben