Sportartikel : Puma verbucht Gewinnrückgang

Die Börsianer sind enttäuscht: Der Gewinn beim Sportartikelhersteller Puma ist im ersten Quartal zurückgegangen. Der Grund: Probleme auf dem US-Markt.

HerzogenaurachDer Sportartikelhersteller Puma kämpft mit Problemen auf dem schwierigen US-Markt und hat im ersten Quartal einen Gewinnrückgang verbucht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 134,8 auf 125,8 Millionen Euro zurück. Der Konzerngewinn sank von 96,6 auf 90,1 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Herzogenaurach mitteilte. Für das Gesamtjahr wollte Firmenchef Jochen Zeitz keine Ergebnisprognose mehr abgeben. Zuvor hatte Puma ein höheres operatives Ergebnis (Ebit) als die 372 Millionen Euro des Vorjahres versprochen.

Belastet wird das Ergebnis durch höhere Marketingaufwendungen unter anderem für die Fußball-Europameisterschaft sowie für den Ausbau des eigenen Einzelhandels. Die Kosten dafür stiegen im ersten Quartal um gut 20 Prozent. Die operative Marge könnte dadurch beeinflusst werden, teilte Puma mit. "In einem volatilen Marktumfeld ist es schwierig, die Auswirkung auf die Profitabilität für 2008 zu prognostizieren." Börsianer bewerteten die Zahlen als "enttäuschend".

Wann die Wende kommt, ist unklar

Puma-Papiere drehten im MDAX nach ersten Verlusten am Mittwoch dennoch ins Plus und gewannen 2,12 Prozent auf 231,23 Euro. Der Umsatz erhöhte sich um 2,7 Prozent auf 673,3 Millionen Euro, wie der französische Luxusgüterkonzern PPR als Mehrheitseigner bereits im April mitgeteilt hatte. Jedoch sanken die Erlöse auf dem schwachen US-Markt um 14,2 Prozent auf 134,1 Millionen Euro. Auch die US-Auftragsbestände waren um 20,8 Prozent rückläufig. Wann die Wende auf dem rückläufigen US-Markt erreicht werde, sei sehr schwer absehbar, sagte Vorstandschef Zeitz während einer Telefonkonferenz.

Der März sei ein schwieriger Monat gewesen. Das Marktumfeld habe sich seit dem vergangenen Jahr nicht aufgehellt, und das Verbraucherverhalten sei unberechenbarer geworden. Probleme bereitet dem Konzern vor allem die Flaute in den US-Einkaufszentren. Puma solle aber eine Premium-Marke bleiben, sagte Zeitz.

Stark entwickelte sich dagegen das Geschäft in Europa und Asien. Konzernweit stiegen die Auftragsbestände währungsbereinigt um zwölf Prozent auf  rund 1,2 Milliarden Euro. Puma bestätigte zugleich seine Umsatzprognose: Die Erlöse sollen auf währungsbereinigter Basis im einstelligen Prozentbereich zulegen. (mfa/dpa)

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