Wirtschaft : Springer verdient mehr und setzt Wachstumskurs fort

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Berlin Die Axel Springer AG hat im ersten Quartal dieses Jahres ihr Ergebnis weiter verbessert. Zu verdanken hat das der Verlag insbesondere den sinkenden Anlaufverlusten für neu gegründete Zeitschriften und Zeitungen. So haben die in Polen gestartete und dort mittlerweile größte Tageszeitung „Fakt“ sowie die russische Lizenzausgabe von „Forbes“ im ersten Quartal 2005 die Gewinnschwelle erreicht. Aber auch auf dem „anhaltend schwierigen Inlandsmarkt“ setzte der Verlag den Wachstumskurs fort und verdiente deutlich mehr.

Im ersten Quartal 2005 stieg der Überschuss um fast 68 Prozent auf 47,6 Millionen Euro, der Umsatz blieb mit 578,7 (vergleichbarer Vorjahreszeitraum: 577,2) Millionen Euro stabil. Rund 92 Prozent davon erwirtschafteten Zeitungen und Zeitschriften. Für das Gesamtjahr 2005 strebt der Konzern weiterhin ein leichtes Plus bei Umsatz und Ergebnis an. Vorstandschef Mathias Döpfner warnte aber davor, die guten Zahlen des ersten Quartals hochzurechnen. Wegen des zyklischen Verlaufs des Verlagsgeschäfts falle erfahrungsgemäß die zweite Jahreshälfte schwächer als die erste aus.

Döpfner kündigte an, auch im laufenden Jahr das strikte Kostenmanagement sowie den „Weg der Neugründungen“ fortzusetzen. Genutzt werden sollen strategische Marktchancen im ausländischen Print- oder inländischen Fernsehmarkt. Konkret stehe in diesem Jahr die weitere bundesweite Verbreitung der kleinformatigen „Welt Kompakt“ an, sagte Döpfner. Vom Sommer an solle außerdem eine Sonderausgabe von „TV Digital“ für Empfänger von Kabel Deutschland auf den Markt kommen. Nicht bestätigen würde sich derzeit die Prognose, dass bei den Zeitungen das Rubrikengeschäft ins Internet abwandere.

Das neue gemeinsame Tiefdruckunternehmen der Medienkonzerne Bertelsmann, Axel Springer und Gruner + Jahr wird den Namen Prinovis tragen und seinen Sitz in Hamburg haben. usi

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