Wirtschaft : Springer wird digitaler

Berliner Medienkonzern startet mit Gewinn ins Jahr

Medienzentrale. 30 Prozent des Umsatzes wird im Ausland gemacht. Foto: Kleist-Heinrich
Medienzentrale. 30 Prozent des Umsatzes wird im Ausland gemacht. Foto: Kleist-Heinrich

Berlin - Der Medienkonzern Axel Springer („Bild“, „Die Welt“, „Hörzu“) ist nach eigenen Angaben erfolgreich in das Jahr 2011 gestartet. Im ersten Quartal konnte das Medienhaus seinen Umsatz deutlich und den Gewinn leicht steigern, wie Axel Springer am Mittwoch in Berlin mitteilte. Die Schwäche im deutschen Zeitungsmarkt wurde mit einem kräftigen Wachstum im digitalen und internationalen Geschäft mehr als wettgemacht. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahresquartal auch dank Übernahmen um elf Prozent auf 736,7 Millionen Euro zu.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg in den ersten drei Monaten um 6,5 Prozent auf 126,9 Millionen Euro. Unterm Strich stand mit 63,0 Millionen Euro Konzernüberschuss ein Plus (Vorjahr: 62,3 Mio Euro).

In diesem Jahr peilt Vorstandschef Mathias Döpfner beim Umsatz weiter einen Zuwachs im einstelligen Prozentbereich an. Der operative Gewinn soll etwas stärker steigen. Hier erwartet der Konzern ein niedriges zweistelliges Plus.

Döpfner erwartet, dass die digitalen und internationalen Aktivitäten innerhalb des Medienunternehmens weiter an Gewicht gewinnen. In den ersten drei Monaten legten diese Sparten um 26 Prozent beziehungsweise 58 Prozent zu. Wegen des Ausbaus des Osteuropa-Geschäfts und der Expansion der digitalen Aktivitäten im Ausland sprang der Anteil der Auslandserlöse über die Marke von 30 Prozent am Gesamtumsatz. In sieben Jahren will Axel Springer die Hälfte des Umsatzes im digitalen Bereich erwirtschaften.

Die Werbeerlöse legten um 21,1 Prozent auf 362,1 Millionen Euro zu, die Vertriebserlöse stiegen um 4,1 Prozent auf 289,8 Millionen Euro.

Das Zeitungsgeschäft im Inland ging im ersten Quartal um 3,3 Prozent auf 279,9 Millionen Euro zurück, blieb aber trotz eines Gewinnrückgangs die profitabelste Sparte des Konzerns. Dabei konnte das Unternehmen die Vertriebserlöse unter anderem dank Preiserhöhungen bei der „Welt“ und der „Berliner Morgenpost“ leicht steigern. Die Werbeeinnahmen des Segments gingen jedoch zurück. dpa

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