Wirtschaft : Staatsanwalt fordert hohe Flowtex-Strafen

Im zweiten FlowTex-Prozess hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag für die beiden Angeklagten mehrjährige Haftstrafen gefordert. Für den Hauptangeklagten Matthias Schmider sei eine Freiheitsstrafe von achteinhalb Jahren angemessen, sagte Staatsanwalt Reinhard Kollmar vor dem Mannheimer Landgericht. Schmiders Mitangeklagter Massimo Corbari soll nach dem Willen der Anklage eine vierjährige Haftstrafe erhalten.

Schmiders Anwalt Alexander Keller plädierte hingegen auf eine Haftstrafe deutlich unter sechseinhalb Jahren. Er gab den betroffenen Leasingunternehmen und Behörden indirekt eine Mitschuld an der Affäre und forderte Haftverschonung für seinen Mandanten. Für den größten Wirtschaftsbetrug der deutschen Nachkriegszeit waren Manfred Schmider und drei andere Manager im Dezember zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Matthias Schmider hatte nach Darstellung der Anklage mit seiner Firma PowerDrill Scheingeschäfte gemacht.

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