Wirtschaft : Stabil im Baltikum

ESTLAND

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Außenpolitisch ist der EUBeitritt für Estland ein strategischer Schritt in die Souveränität: Nach der Unabhängigkeit von der ehemaligen Sowjetunion will das Land als eigenständiger Teil Europas mit am Verhandlungstisch sitzen. Die Bevölkerung allerdings ist skeptisch, ob das kleine Estland auf seinem Stuhl zwischen den großen europäischen Mächten seine Interessen durchsetzen kann. Estland ist ein Land der ökonomischen Gegensätze: Während sich die Hauptstadt Tallinn, wo das Eurovisions-Schlagerfestival stattfand, modern und westlich gibt, konnte die Bevölkerung auf dem Land bisher von der Modernisierung des Landes wenig profitieren. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist tief.

Trotzdem hat sich Estland besser entwickelt als die übrigen baltischen Länder: Schnell wurde das Land nach der Unabhängigkeit auf Marktwirtschaftskurs gebracht. Ausländische Investoren, vor allem Schweden und Finnen, entdeckten das Land und brachten von 1992 bis Ende 2000 etwa 2,8 Milliarden Euro ins Land. Damit belegt Estland nach Ungarn Platz 2 unter den ehemaligen Ostblockstaaten. Wichtigste Exportgüter des Landes sind elektronische Produkte, die im Auftrag der skandinavischen Kommunikationsindustrie hergestellt werden, Holz und Holzprodukte sowie Textilien.nh

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