Wirtschaft : Stahlfirmen werden zur Kasse gebeten

BONN/DÜSSELDORF (AFP).Die deutschen Stahlunternehmen, bei denen in den vergangenen Jahren Zehntausende Stellen verloren gegangen sind, sollen künftig einen größeren Anteil an Sozialplanleistungen tragen.Das sieht ein Kompromiß vor, auf den sich eine Arbeitsgruppe von Regierung und Opposition verständigt hat.Wie die Bundestagspressestelle mitteilte, geht es um eine Richtlinienänderung zum Vertrag über die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl.Die IG Metall begrüßte die Einigung, die noch in eine Verwaltungsvorschrift umgesetzt werden muß.Die Bundeszuschüsse für Sozialpläne beim Arbeitsplatzabbau würden nicht so stark gekürzt wie vorgesehen, sagte ein IG-Metall-Sprecher.Die Sozialplanpolitik könne fortgesetzt werden. Für Stahlarbeitnehmer, die unter den Sozialplan fallen und ausschließlich Geld vom Bund erhalten, da die Unternehmen nicht mehr zahlen können, müsse eine besondere Übergangsregelung für die Frühverrentung gefunden werden, teilte die Bundestagspressestelle mit.

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