Wirtschaft : Stahlindustrie sieht Jobs gefährdet Grund ist eine neue EU-Richtlinie

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Düsseldorf/Rom (dpa). Die deutsche Stahlindustrie sieht sich durch die in der EU geplante Einführung des Handels mit Kohlendioxid-Ausstoßrechten vor neuen Problemen. Dies würde zu erheblichen Kostensteigerungen führen, prognostizierte die Wirtschaftsvereinigung Stahl bei der Weltstahlkonferenz in Rom. Im schlimmsten Fall werde in der Folge mittelfristig jeder zweite der fast 100 000 Arbeitsplätze der deutschen Traditionsbranche in Nicht-EU-Länder abwandern. Auch die Investitionen in Deutschland würden auf Null gehen, sagte der Präsident des Branchenverbandes, Dieter Ameling.

Hintergrund ist ein Richtlinien-Vorschlag der EU-Kommission aus dem Jahr 2001. Geplant ist demnach, ab 2005 für die Energiewirtschaft und bestimmte energieintensive Industriezweige einen EU-weiten Handel mit Ausstoßgenehmigungen einzuführen. Unternehmen, die weniger Kohlendioxid ausstoßen, sollen ihre dann nicht mehr benötigten Rechte auf dem freien Markt verkaufen können. Umgekehrt müssen Unternehmen, die mehr Kohlendioxid erzeugen, Rechte hinzukaufen.

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