Wirtschaft : Stahlkonzern bereitet mit dem Rückkauf eigener Aktien Akquisitionen vor

Der Stahlkonzern Salzgitter bereitet sich mit dem Rückkauf eigener Aktien auf eine oder mehrere Akquisitionen vor. Der Vorstand der Salzgitter AG will bis zu zehn Prozent der eigenen Aktien zurück erwerben. Sie sollen für Beteiligungen oder Zukäufe eingesetzt werden, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Den Eignern möglicher Partner könnten dann im Tausch Salzgitter-Anteile angeboten werden. Zu konkreten Verhandlungen macht der Vorstand keine Angaben.

Bereits am Vorabend hatte die Salzgitter AG in einer knappen Pflichtmitteilung an die Börse erklärt, der Vorstand habe mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen, von der Ermächtigung der Hauptversammlung zum Erwerb eigener Aktien Gebrauch zu machen. Die Hauptversammlung am 16. März vorigen Jahres hatte dem Vorstand ein Rückkaufrecht für bis zu zehn Prozent der Aktien eingeräumt.

Vorstand und Aufsichtsrat kündigten vor einem Monat eine Wachstumsoffensive an. Damit will sich der zweitgrößte deutsche Stahlhersteller auch künftig im Alleingang auf dem Weltmarkt behaupten. Nach Einbußen im Geschäftsjahr 1998/99 (30. September) soll sich der Umsatz von zuletzt 5,3 Milliarden Mark (2,7 Milliarden Euro) innerhalb weniger Jahre verdoppeln. Im Hinblick auf Partnerschaften oder auch gegenseitige Beteiligungen sei alles denkbar, was die Selbständigkeit nicht gefährdet, erklärten Vorstand und Aufsichtsrat.

Die Aktien sollen von einer Investmenbank über die Börse erworben werden. Die beiden Hauptanteilseigner der Salzgitter AG sind das Land Niedersachsen mit 25 Prozent und die Nord/LB mit gut 40 Prozent.

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