Wirtschaft : Stahlkonzerne müssen Strafen zahlen

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(dpa). Die deutschen Stahlkonzerne Salzgitter und Thyssen Stahl müssen endgültig MillionenStrafgelder der EU aus den 90er Jahren wegen verbotener Preisabsprachen zahlen. Das entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) letztinstanzlich am Donnerstag und wies die Berufung der Unternehmen ab. Die Salzgitter AG muss demnach 8,6 Millionen Euro Strafgeld plus Zinsen bezahlen, die Thyssen Stahl AG 4,4 Millionen Euro und die Krupp Hoesch Stahl AG 9000 Euro. Der EuGH hob dagegen die Strafe von zehn Millionen Euro gegen die luxemburgische Arbed auf, die heute zum Arcelor-Konzern gehört. 1994 hatte die EU-Kommission ein Bußgeld von insgesamt 104 Millionen Euro gegen 17 europäische Stahlkonzerne und ihre Wirtschaftsvereinigung Eurofer wegen verbotener Absprachen bei Stahlträgern verhängt. Die Thyssen-Krupp Stahl erklärte, man habe in den Bilanzen Rückstellungen für die Strafen gebildet. Salzgitter hatte das Strafgeld bereits vor Jahren gezahlt und im Jahresabschluss ausgewiesen.

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