Wirtschaft : Standort Berlin wird attraktiver

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Berlin Erstmals seit 2000 wird es nach Angaben der Industrie- und Handelskammer (IHK) in diesem Jahr in Berlin wieder ein leichtes Wachstum geben. „Trotz der hohen Arbeitslosigkeit und der vielen Sozialhilfeempfänger haben wir eine positive Entwicklung“, sagte IHK-Präsident Eric Schweitzer. Zu einer verbesserten Stimmung beigetragen hätten auch einige Standortentscheidungen zugunsten Berlins, beispielsweise des Siemens-Konzerns, der künftig den Deutschland-Vertrieb von hier aus steuert, sowie von Mercedes-Benz. Der Autohersteller investiert in seinem Werk Marienfelde rund 220 Millionen Euro in die Fertigung eines neuen Motors und schafft dadurch einige hundert neue Arbeitsplätze. Ferner haben das Schienenverkehrsunternehmen Connex und der Gesundheitsdienstleister Helios den Unternehmenssitz in die Hauptstadt verlegt.

Da die Wirtschaft über das „Versagen der Politik“ bei der Fusion der Länder Berlin und Brandenburg enttäuscht sei, plädiere man nun für den Zusammenschluss einzelner Institutionen. Dazu gehörten die Wirtschaftsförderungsgesellschaften oder die Investitions- und Bürgschaftsbanken. Auch Fusionen unter den Kammern seien vorstellbar. „Wir hätten kein Problem damit, wenn der Gesetzgeber entscheiden würde, aus derzeit vier IHKs in Berlin und Brandenburg zwei zu machen“, sagte Schweitzer. alf

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