Wirtschaft : Standort Deutschland wird immer attraktiver

Der Wirtschaftsstandort Deutschland wird im internationalen Vergleich attraktiver. Das hat das Institut für Managemententwicklung (IMD) in Lausanne in einer am Dienstag veröffentlichten Studie festgestellt. Laut IMD kletterte Deutschland im internationalen Standortvergleich im vergangenen Jahr von Platz Neun auf Platz Acht.

Als Hauptgründe für den positiven Trend hat das Institut die wachsende Flexibilität deutscher Manager, die fortschreitende Internationalisierung der Unternehmen und die Begrenzung der Staatsquote ausgemacht. Auch das Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent im zweiten Halbjahr 1999 bewerteten die Wissenschaftler positiv. Negativ schlugen dagegen die hohen Büro- und Energiekosten in Deutschland sowie das Tauziehen um die Steuerreform zu Buche.

"Nachdem sich vor allem die von den Banken dominierten deutschen Großkonzerne in den letzten Jahren äußerst träge verhalten hatten, konnte man 1999 in Deutschland endlich eine echte Trendwende beobachten", sagte Stephane Garelli, einer der Autoren der Studie. "Eine ganze Reihe von Managern ist heute viel aggressiver und internationaler orientiert als noch vor ein paar Jahren." Garelli nannte als Beispiele die Vorstände von DaimlerChrysler, der Deutschen Bank und Siemens.

Auf den obersten Plätzen der IMD-Wettbewerbsliste hat sich seit dem vergangenen Jahr nichts geändert. Auf Platz Eins liegen nach wie vor die USA, gefolgt von Singapur und Finnland. Die Niederlande konnten Luxemburg von Platz Vier verdrängen. Die Schweiz kletterte von Rang Sechs auf Rang Fünf. Zu den Aufsteigern gehören auch Irland (von Elf auf Sieben) und Schweden (von 14 auf Neun). Hong Kong sackte dagegen von Rang Sieben auf Rang 14 ab.

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