Wirtschaft : Star Alliance: Mexican Airlines aufgenommen - jetzt 13 Fluggesellschaften

Dem Luftfahrtbündnis Star Alliance um die Deutsche Lufthansa und United Airlines aus den USA werden ab 1. Juli auch die Fluggesellschaften British Midland und Mexicana Airlines angehören. Der Verbund habe mit dann 13 Mitgliedsgesellschaften nahezu seine "optimale Größe" erreicht, hieß es am Montag bei einem Treffen der Star-Alliance-Vertreter in Wien. Mit "einigen wenigen Ausnahmen" sei die Allianz nunmehr weltumspannend. Eine Allianz-Sprecherin in Frankfurt (Main) nannte China und Afrika als Beispiele für Lücken, die es noch zu schließen gelte. Generell will die Star Alliance jetzt nach eigenem Bekunden aber den Schwerpunkt auf die Vertiefung der bestehenden Partnerschaften anstatt auf weiteres Mitgliederwachstum legen.

British Midland ist mit 60 Flugzeugen, jährlich sechs Millionen Fluggästen und 32 angeflogenen Zielen bislang Nummer zwei auf dem britischen Markt; Mexikos älteste Fluggesellschaft Mexicana Airlines kommt auf 54 Flugzeuge, rund sieben Millionen Passagiere und 50 Ziele. Die Star Alliance biete zusammen mit den neuen Partnern inzwischen "unkomplizierten Zugang zu über 815 Destinationen in mehr als 130 Ländern", betonte Austrian-Airlines-Vorstandsdirektor Mario Rehulka. Passagiere können bei Flügen mit Mitgliedgesellschaften trotz Airline-Wechsels auf einheitliche Flugnummern zählen und Meilen sammeln. Die Gesellschaften können ihrerseits mit einem größeren Angebot und weniger Buchungsaufwand werben sowie in erheblichem Umfang Kosten sparen.

Mit einer gestrafften Organisationsstruktur will Star Alliance seine Kooperation vertiefen. Als Full-Time-Führungskräfte wurden dazu vom Chief Executive Board der Vereinigung Friedel Rödig (Lufthansa) zum Chief Executive Officer (CEO) und Bruce Harris (United Airlines) zum Deputy CEO und Verwaltungschef (Chief Administrativ Officer) berufen. Anlass dafür sei das rasche Wachstum der Organisation seit ihrer Gründung im Mai 1997. Rödig und Harris seien als die beiden erfahrendsten "Allianz-Baumeister" beauftragt worden, die neue Organisation aufzubauen. Diese trete am 1. Juli 2000 in Kraft. Die strategischen Entscheidungen für die Allianz werden weiter von den Präsidenten getroffen.

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