Wirtschaft : Starker Aufwärtstrend bei der Deutschen Bank

Gewinn steigt um 39 Prozent / Fusion von Daimler und Chrysler begrüßt / Bank größter Aktionär FRANKFURT (MAIN) (ro).Die Deutsche Bank ist weiter auf dem aufsteigenden Ast.Im ersten Quartal stieg der Gewinn nach Steuern im Vergleich zum ersten Vierteljahr 1997 um knapp 39 Prozent von 643 auf 891 Mill.DM.Vor allem die erfreuliche Entwicklung an den Kapitalmärkten und die damit verbundene Steigerung des Handels- und Provisionsergebnisses hat nach Angaben von Vorstandssprecher Rolf Breuer zu dieser positiven Entwicklung beigetragen.Allerdings warnt der Manager davor, dieses "erfreuliche Zwischenergebnis auf das Gesamtjahr 1998 hochzurechnen." Breuer bekundete in Frankfurt auch die ungeteilte Unterstützung seines Hauses für die Fusion von Daimler und Chrysler.Mit einem Anteil von rund zwölf Prozent werde die Deutsche Bank größter Aktionär des neuen Mega-Konzerns.Mit dem guten Ergebnis kletterte auch die Eigenkapitalrendite der Deutschen Bank vor Steuern auf 22,8 Prozent.Im ersten Quartal 1997 waren es 17,2 Prozent.Die weiterhin gute Lage an den Börsen nutzten die Deutsche Bank zu einer Steigerung ihrer Gewinne im Eigenhandel um knapp 28 Prozent auf 1,28 Mrd.DM.Der Provisionsüberschuß kletterte um 19,5 Prozent auf 2,36 Mrd.DM, der Zinsüberschuß um 8,3 Prozent auf knapp 2,7 Mrd.DM.Allerdings mußte die Bank mehr für ihre Mitarbeiter ausgeben.Dies trieb den Verwaltungsaufwand um 14 Prozent auf 4,9 Mrd.DM in die Höhe.Verantwortlich dafür waren vor allem Gewinnzulagen im Investmentbanking, wo die Geschäfte offenbar besonders gut liefen.Der 1997 eingeleitete radikale Umbau des größten deutschen Geldhauses hat sich in den Zahlen für das erste Quartal noch nicht niedergeschlagen.Im Ausland habe man mit der Umsetzung der neuen Struktur begonnen, betonte Breuer, in Deutschland werde man ab Mitte des Jahres beginnen.2,5 Mrd.DM soll der Umbau kosten.Das Geld hatte die Deutsche Bank mit dem Jahresabschluß 1997 zurückgelegt, was den Gewinn drastisch gedrückt hatte.Die Zahl der Beschäftigten ist im Vergleich zum Jahresende um rund 1400 auf knapp 74 800 gesunken.In Deutschland waren es Ende März noch 48 681 Mitarbeiter, 400 weniger als Ende 1997.Insgesamt will die Deutsche Bank bis 2002 weltweit rund 9000 Arbeitsplätze streichen.Zur Fusion von Daimler und Chrysler sagte Breuer, der neue Konzern werde ein "best-of-class-Unternehmen der Automobilbranche mit klarem strategischen Fokus und hoher Profitabilität sein." Keines der beiden Unternehmen könne für sich das jetzt mögliche Wachstumspotential realisieren.

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