Wirtschaft : Starker Druck auf Linde

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Josef Ackermann und Gerhard Cromme suchen einen Nachfolger für Klaus Kleinfeld. Ex-VW-Mann Wolfgang Bernhard ist bei der IG Metall nicht beliebt – deshalb ist offenbar Linde-Chef Wolfgang Reitzle Favorit. Doch der hat sich dem Angebot zunächst verweigert. Wie das Handelsblatt aus Finanzkreisen erfuhr, haben Cromme und Ackermann auf den Aufsichtsratsvorsitzenden von Linde, Manfred Schneider, im Laufe des gestrigen Tages starken Druck ausgeübt, Reitzle freizugeben. Doch Schneider wehrt sich dem Vernehmen nach vehement gegen einen Wechsel des Top-Managers. Er befürchtet, dass die Aktie des Dax-Konzerns Linde ins Bodenlose stürzen würde, sollte der erfolgsverwöhnte Reitzle gehen. Es gebe keine Alternative zu ihm, heißt es im Umfeld des Unternehmens. Er benötige noch mindestens zwei Jahre, um den 2006 begonnenen Konzernumbau abzuschließen. Der Druck, der auf Schneider ausgeübt werde, sei „skandalös“. Ackermann hat aber einen Hebel: Die Deutsche Bank hält zehn Prozent an Linde. Weitere elf Prozent liegen bei der Allianz. Deren Ex-Chef, der heutige Siemens-Aufsichtsrat Henning Schulte-Noelle, soll mit Ackermann und Cromme an einem Strang ziehen. HB

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