Wirtschaft : Starker Euro kann die Börse belasten

-

Frankfurt am Main In den kommenden Tagen dürften Investoren die Entwicklung an den Aktienmärkten genau beobachten. Der starke Euro könnte die Erholung an den europäischen Börsen bremsen. Aber auch in den USA beschäftigt die Dollar-Schwäche die Anleger. Die Vorwoche hatte der Deutsche Aktienindex (Dax) mit einem leichten Minus bei 4 154 Punkten beendet.

„Wir rechnen in den kommenden Tagen mit etwas Gegenwind vor allem durch den starken Euro“, sagte Steffen Neumann, Aktienstratege der Landesbank Rheinland-Pfalz der Nachrichtenagentur Reuters. Sein Kollege Frank Schallenberger von der Landesbank Baden-Württemberg weist allerdings darauf hin, dass sich zuletzt positive Entwicklungen, wie etwa der Rückgang des Ölpreises, stärker in den Kursen niedergeschlagen hätten als die Dollar-Schwäche.

Die Analysten der DZ Bank sehen das anders. Zwar könne man nicht ausschließen, dass der Dax auf Grund guter Unternehmensergebnisse weiter in Richtung 4300 Punkte steige. Allerdings gehen die Experten davon aus, dass dieses Niveau auf Dauer nur bei einer Entspannung am Rohölmarkt sowie einem nachlassenden Euro überschritten werden kann.

Am Freitag hatte der Euro ein Rekordhoch von über 1,33 Dollar erreicht. Vor diesem Hintergrund dürfte in dieser Woche die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Blickpunkt stehen. Zwar erwarten Analysten keine Veränderung des Leitzinses. Mit Argusaugen dürften die Börsianer allerdings darauf achten, was die EZB zum Höhenflug des Euro zu sagen hat.

In den USA werden die Anleger nach dem verlängerten Thanksgiving-Wochenende ab Montag die letzten Positionsentscheidungen für 2004 treffen. Und hier könnte der starke Euro sogar helfen und für Umschichtungen aus US-Aktien in Euro-Papiere sorgen. HB

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben