Wirtschaft : Starker Euro schadet Siemens nicht Von Pierer: Hoher Kurs hat Vorteile

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Berlin (dpa). SiemensVorstandschef Heinrich von Pierer hält den jüngsten Höhenflug des Euro gegenüber dem Dollar für unproblematisch. „Noch empfinde ich das nicht als dramatisch“, sagte von Pierer der „Welt am Sonntag“. „Die Euro-Schwäche, die wir in der Vergangenheit erlebt haben, war freilich wie ein kostenloses Konjunkturprogramm. Jetzt drehen sich die Fakten um.“ Vergangenen Freitag hatte der Euro bei 1,0764 Dollar gelegen. Für Siemens sei dies bislang aber kein so großes Problem, weil der Konzern mit rund 75 000 Mitarbeitern in den USA eine sehr hohe Wertschöpfung habe. Der steigende Euro mache den Export schwieriger, habe aber auch Vorteile. „Produktivitätsmaßnahmen werden sich beschleunigen. Und Innovationen drängen auf den Markt“, sagte der Siemens-Chef. „Das war auch in der Vergangenheit so, wenn sich die Währungsverhältnisse für deutsche Unternehmen verschlechtert haben.“ Ungeachtet der vor allem auf dem Heimatmarkt schwachen Konjunktur gab sich von Pierer für den Münchner Elektronikkonzern zuversichtlich. „Wir machen ohnehin nur 20 Prozent unseres Umsatzes im Inland.“ Derzeit liefen zudem die Geschäfte besser, als das Siemens-Management es zunächst erwartet habe.

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