Wirtschaft : "Start-Up": Gesucht: Die beste Gründeridee

Ines Beyer

Deutschlands Gründer und Jung-Unternehmer gehen wieder an den Start: Am 7. September 2000 wird für den Gründungswettbewerb "Start-Up" eine neue Runde eingeläutet. Ob Handwerk, Dienstleistung oder High-Tech - Start-Up sucht pfiffige und erfolgversprechende Unternehmenskonzepte, mit denen sich Gründer selbstständig machen wollen. Initiatoren des bundesweiten Wettbewerbs, der zum vierten Mal stattfindet, sind die Sparkassen, die Zeitschrift "Stern" sowie die Unternehmensberatung McKinsey. In Berlin wird der Landeswettbewerb von der Berliner Sparkasse betreut. Exklusiver Medienpartner ist in diesem Jahr der Tagesspiegel, der den Wettbewerb in den kommenden Monaten redaktionell begleiten wird.

An dem Start-Up-Wettbewerb kann sich jeder beteiligen, der mindestens 18 Jahre alt ist und sein Unternehmen im Jahr 2000 gegründet hat oder bis zum 1. September 2001 gründen wird. Eine Jury, bestehend aus Finanzexperten und kaufmännisch Erfahrenen, darunter Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner (CDU), wird zu Beginn des kommenden Jahres die fünf besten Start-Up-Ideen aus Berlin ermitteln und sie für den Bundeswettbewerb nominieren. Dem Landessieger winkt ein Preisgeld in Höhe von 50 000 Mark. Der Bundessieger darf sich sogar auf das Doppelte freuen. Außerdem wird er ein Jahr lang kostenlos von McKinsey beraten. Insgesamt vergeben die Sparkassen Geldpreise in Höhe von 2,5 Millionen Mark. "Wir wollen denen, die gute Ideen haben, Mut machen, ein Konzept zu erstellen", sagt der Berliner Landeswettbewerbsleiter Helmut-Heinz Albrecht. Die Mühe zahle sich auch für diejenigen aus, die nicht auf dem Siegertreppchen ständen. Denn jeder Teilnehmer erhalte zu seinem Geschäftsplan ein schriftliches Feedback von der Jury.

Bis zum 31. Dezember 2000 können Einzelpersonen und Teams ihren Geschäftsplan einsenden. Interessenten wenden sich entweder an eine Sparkassenfiliale in ihrer Nähe oder rufen 0180 / 332 3360 an. Um Planungsfehler zu vermeiden, können die Teilnehmer auch ein Handbuch erwerben (18 Mark), das in allen großen Filialen der Berliner Sparkassen bereitliegt. In dem Handbuch sind die acht wichtigsten Bausteine zum Erstellen des Geschäftsplanes beschrieben. Danach sollen Geschäftsidee und Organisationsstruktur des neuen Unternehmens knapp geschildert werden. Außerdem müssten Marketing- und Vertriebsstrategien erklärt sowie eine Drei-Jahres-Planung aufgestellt werden. Eine beiliegende CD-ROM gibt den Gründern die nötige Kalkulations-Software an die Hand. Wichtig ist: Der Bericht sollte nicht zu umfangreich sein - die Jury empfiehlt 24 Seiten - und muss in vierfacher Ausfertigung an das bundesweite Start-Up-Projektbüro nach Hamburg gesandt werden. Seminare zur Unternehmensgründung und Gespräche mit Start-Up-Beratern der Sparkassen ergänzen den Wettbewerb und unterstützen zugleich Schritt für Schritt die Erstellung des Geschäftsplanes.

In Berlin nahmen in den vergangenen drei Jahren insgesamt 465 Gründerteams teil, bundesweit waren es über 5000. Mehr als die Hälfte wollte im Dienstleistungssektor tätig werden - oder war es bereits.

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