Statistik : Krankenstände bleiben weiterhin niedrig

Die Angst vor der Arbeitslosigkeit sitzt tief bei den Deutschen. Und deshalb gehen sie auch krank zur Arbeit: Laut einer Statistik der Gesetzlichen Krankenversicherungen sind die Krankenstände weiterhin auf einem Tiefststand.

BerlinArbeitnehmer in Deutschland sind selten krank: Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes sorgt weiterhin für niedrige Krankenstände in den Betrieben. Nach der amtlichen Statistik der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) waren in den ersten sechs Monaten des Jahres "rechnerisch rund 3,34 Prozent der pflichtversicherten Mitglieder - ohne Rentner - arbeitsunfähig krankgemeldet", sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Montag. Er bestätigte einen Bericht der Zeitung "Die Welt". Damit liegen die aktuellen Fehlzeiten auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums, dem laut Ministerium niedrigsten Stand seit Einführung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall im Jahr 1970.

Zu der von der Zeitung errechneten Quote - 3,7 Fehltage pro Arbeitnehmer - sagte der Sprecher: "Die Statistik erfasst die jeweils am Ersten eines jeden Monats krankgemeldeten Pflichtmitglieder. Rentner und freiwillig versicherte Mitglieder sind dabei nicht berücksichtigt. Ein direkter Vergleich mit tatsächlichen krankheitsbedingten Fehltagen lässt sich aus der GKV-Statistik somit nicht ableiten." Als Gründe für die gesunkenen Krankenstände werden den Angaben zufolge der höhere Anteil von Bürojobs, jüngere Belegschaften, mehr Teilzeitkräfte sowie die Angst vor Jobverlust im Krankheitsfall genannt. (sba/dpa)

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