Wirtschaft : Steigender Umsatz und Gewinn erwartet - Aktienkurs bricht ein

Der Stahl-und Maschinenbaukonzern Thyssen Krupp AG rechnet im Sog der weiter anziehenden Konjunktur für das Geschäftsjahr 1999/2000 (zum 30. September) mit steigendem Umsatz und Gewinn. "Insgesamt erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatzzuwachs von zehn Prozent und einen deutlich höheren Gewinn", sagte Thyssen-Krupp-Chef Ekkehard Schulz am Mittwoch in Duisburg auf der Hauptversammlung. Für das erste Halbjahr wies Thyssen Krupp zwar einen höheren Gewinnen aus, enttäuschte damit aber die meisten Börsianer. Der Aktienkurs brach um mehr als elf Prozent ein.

Bei den für Thyssen Krupp wichtigen Märkten überwiegen laut Schulz die positiven Signale. Die weltweite Automobilproduktion weise weiter steigende Stückzahlen aus. Der Maschinenbau profitiere von der anziehenden Investitionsgüterkonjunktur, während die Perspektiven für die deutsche Bauwirtschaft verhalten seien. Angesichts dieser Aussichten würden alle Bereiche des Konzerns mit Ausnahme des Segments Werkzeugmaschinen positive Ergebnisbeiträge leisten. Schulz kündigte für 1999/2000 eine Dividendenzahlung ohne Steuergutschrift an. Für 1998/99 soll eine Dividende von 1,40 Mark je Aktie gezahlt werden.

Schulz bekräftigte die Börsenpläne zum Stahlbereich. Nach wie vor sei die Platzierung von 25 bis 35 Prozent der Thyssen Krupp Steel AG an der Börse geplant. Angestrebt werde eine breite Streuung der Steel-Aktie bei privaten und institutionellen Anlegern in Deutschland. "Über eine Platzierung im Ausland denken wir zurzeit nach", sagte Schulz. Die Mittel aus dem Börsengang sollen in den Ausbau der Kerngeschäfte fließen. Die Entkoppelung des Stahlbereichs von den anderen Konzernaktivitäten werde eine höhere Bewertung der Aktie ermöglichen.

Der Umsatz sei im ersten Halbjahr um zehn Prozent auf 17,4 Milliarden Euro gestiegen, sagte Schulz. Der Jahresüberschuss habe mit 170,7 Millionen Euro um 108,5 Millionen Euro über dem Vergleichswert des Vorjahrs gelegen. Der Auftragseingang habe um 21,3 Prozent auf 18,7 (12,7) Milliarden Euro zugenommen. Der Gewinn vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter sei auf 366,5 (Vorjahr proforma 187,3) Millionen Euro gestiegen.

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