Wirtschaft : Steilmann-Gruppe verfehlt Gewinnziel Textilkonzern bleibt nur knapp oberhalb der Verlustzone

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Bochum (sts/HB). Die Wattenscheider SteilmannGruppe hat ihr Renditeziel von drei bis vier Prozent im vergangenen Jahr nicht erreicht. Wie der Bekleidungshersteller gestern mitteilte, hat Steilmann nur durch Restrukturierungen mit einem „positiven Konzernergebnis vor Steuern“ abgeschlossen. „Wir konnten unser operatives Ergebnis auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag verdoppeln“, sagte Finanzchef Julian Deutz. Der Umsatz ging 2002 um neun Prozent auf 507 Millionen Euro zurück. „Wir konnten nicht damit rechnen, dass die Kunden so zurückhaltend sind“, erklärte Firmenchefin Britta Steilmann das Abschneiden. Die Textilbranche leidet unter der Kaufzurückhaltung, der Bekleidungseinzelhandel hat 2002 gut vier Prozent Umsatz eingebüßt. Um das Unternehmen auf Erfolgskurs zu bringen, hat Britta Steilmann, die seit August 2001 Chefin ist, den Konzern umgebaut und 1200 Jobs gestrichen. Gleichzeitig hat sie den Design- und Produktrhythmus beschleunigt, um schneller auf Trends zu reagieren und die Lagerbestände niedrig zu halten. Vom Entwurf bis zur Auslieferung an Kaufhäuser benötigt Steilmann nun neun bis zehn Wochen. Traditionelle Hersteller arbeiten daran sechs Monate, bei H&M liegt die Spanne bei sechs Wochen. Für 2003 erwartet der Hersteller einen Rückgang bis zu fünf Prozent – parallel zur Branchenentwicklung.

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