Wirtschaft : Stellenabbau bei der Deutschen Bank

HAMBURG (AP). Nach der Fusion der Deutschen Bank mit dem US-Investmenthaus Bankers Trust zum größten Finanzinstitut der Welt will Vorstandssprecher Rolf Breuer sein Haus radikal umbauen. Im Nachrichtensender "n-tv" erklärte Breuer am Sonntag, wegen der Fusion gebe es nun 5500 Mitarbeiter zu viel. Dieser Überhang müsse abgebaut werden. "Es gibt riesige Überlappungen, deshalb muß dieser Schritt sein." So müsse es in New York und London nur noch einen Handelsraum geben und nicht zwei. Ziel sei es aber, die leitenden Mitarbeiter des amerikanischen Unternehmens zu halten, obwohl es sicherlich auch den einen oder anderen gebe, der sich neu orientieren wolle. Damit die Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen aus den USA klappt, müssen Tausende von verbleibenden Mitarbeitern in Psychokursen Vorurteile abbauen, berichtete der "Spiegel". Bei einer Mitarbeiterbefragung seien "erschreckende Stereotypen" ans Licht gekommen. So hielten die Deutschen ihre neuen Kollegen aus den USA für flexibel, informell, oberflächlich, während die Amerikaner immer noch das Bild eines superkorrekten, autoritätsgläubigen Deutschen pflegten.

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